kalicimakyaj2-287Was ist Permanent Make up?

Permanent Make-up (PMU) – Pigmentierung oder Conture Make-up genannt – ist die Bezeichnung für spezielle kosmetische Tätowierungen im Gesicht. Durch das Conture-Make-up Ihrer Augenbrauen, Augen oder Ihrer Lippen, erhalten Sie eine bessere und positivere Ausstrahlung. Permanent Make-up ist eine dauerhafte Konturierung und-/oder Ausfüllung durch mikrofeine Farbpigmente von Augenbrauen, Eyeliner oder Lippen. Beim Pigmentieren werden Farben mit einer feinen Nadel in die obersten Hautschichten implantiert.

Mit dauerhaft ist hier jedoch nicht die lebenslange Konturierung bzw. Auffüllung gemeint. Wie dauerhaft und wie farbbeständig das Permanent Make-up ist, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Denn die Farbstärke und die Dauer richten sich sehr nach Alter, Haut und Umweltbedingungen, in denen der Behandelte lebt. Ihr Permanent Make-up hat je nach Hauttyp und Alter eine Haltbarkeit von ca. 3 – 5 Jahren. Innerhalb dieser Zeit verblasst die Pigmentierung langsam. Um dies zu verhindern ist eine Auffrischung nach ca. 1 – 2 Jahren zu empfehlen.

Zu Permanent Make-up zählen:

  •  Augenbrauen – Kontur formen, auffüllen, betonen
  •  Wimpernkranzverdichtung – Lidstrich zwischen den Wimpernhärchen
  •  Lidstrich – feine bis starke Linien für Eyeliner
  •  Lippliner – Kontur formen, vergrößern oder verkleinern
  •  Lippenfarbauffüllung – Lippen voll ausfüllen
  •  Schönheitsfleck anbringen

Ablauf der Behandlung

Vor der Behandlung erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch danach wird die Farbe mit ihnen besprochen.Die Gestaltung der Pigmentierung wird anhand einer Vorzeichnung genau festgelegt. Anschließend wird die Betäubungssalbe aufgetragen, die 15-40 Minuten einwirkt und danach beginnt das Pigmentieren.

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sind zwei bis drei Behandlungen nötig.

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Der behandelte Hautbereich muss gut gepflegt und geschmeidig gehalten werden. Zur Nachbehandlung bekommen Sie eine Spezialsalbe, Sie können aber auch normale Wund- und Heilsalben benutzen. Die Behandlungszone muss geschmeidig bleiben und sich nicht zusammenziehen oder reißen. Die Salbe darf aber auch nicht zu dick aufgetragen werden, denn sonst wird die Haut überfettet, und das führt dazu, dass sich die Farbpigmente nur schwer in die Haut einlagern.

Aus hygienischen Gründen ist es sehr wichtig, dass die Salbe nie mit dem bloßen Fingern, sondern ausschließlich mit sauberen Wattestäbchen aufgetragen wird. Das PMU wirkt bis zum Abfallen des Schorfs ca. 4 Tage sehr farbintensiv, da während der Behandlung mehr Farbpigmente in die Haut eingebracht werden als diese aufnehmen kann.

Das gewünschte Farbergebnis zeigt sich bei Lidstrichen und Augenbrauen nach 3 Tagen (Abfallen des Schorfes).

Zur Abheilung ist es ratsam in den ersten drei Tagen keinerlei Make up zu verwenden und eine Woche lang auf Solarium, Sonneneinstrahlung, Schwimmen und Sauna zu verzichten. Sport ist wieder nach 3 Tagen erlaubt.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei den Augenbrauen und bei den Lidstrichen kann es nach der Behandlung zur Schwellung kommen. Diese Schwellung ist keineswegs schmerzhaft, dauert ca. 1-2 Tage. Um dies zu lindern kann man Kühlung (Kühl-Gelkissen, feuchte Wattepads) verwenden. Für Augenlider wäre sehr zu empfehlen schwarzer Tee gekocht, gekühlt (in Kühlschrank), dann darin Wattepads eintauchen und diese dann auf die Augen legen.

Bei Lippenbehandlungen kann Lippenherpes auftreten, meist bei denjenigen, die mit Herpes vorbelastet sind. Lippenherpes entsteht meist erst am 3. Tag nach der Behandlung, nicht am Behandlungstag. Man merkt es durch Jucken oder Schmerzen der Lippe. Empfehlung: ab dem Morgen des 3. Tages mehrmals täglich eine spezielle Herpessalbe aufzutragen.

 

Eine Pigmentierung darf bei folgenden Kontraindikationen nicht vorgenommen werden: 

  •        Schwangerschaft
  •        Allergie gegen Lidocain oder anderen Betäubungsmitteln
  •        Immunerkrankung
  •        Blutgerinnungsstörung oder Bluterkrankheit (Hämophilie)
  •        chronische, akute oder entzündliche Hauterkrankung an der Behandlungszone (auch akute Neurodermitis)
  •        Einnahme von blutverdünnenden Mitteln, Antibiotika oder Penicillin
  •        Erkältung, Grippe, sonstige Infektionskrankheiten
  •        Chemotherapie oder Bestrahlung in den letzten 18 Monaten
  •        auf offene Herpes
  •        alkoholisierte Kunden
  •        Kunden unter Drogeneinfluss
  •        Diabetesmellitus (Diabetes-Erkrankung)
  •        Hepatitis
  •        HIV-Infiziert
  •        Lupus-Krankheit (Wolfskrankheit: entzünd. Hautkrankheit, Fieber, Gelenkentzündung), denn durch Cortison ist die Haut sehr dünn

Wenn Sie an einer der Krankheiten leiden, wird  die Behandlung auf Ihre eigene Verantwortung durchgeführt, dadie Haut in diesen Fällen empfindlicher reagieren und die Abheilung langwieriger und problematisch verlaufen könnte. Dies ist zwar selten der Fall, jedoch muss ich Sie aus Rechts wegen darauf hinweisen.

Es dürfen auch folgende Hautflächen nicht behandelt werden:

– Herpes, – Rote Blutgefässe, – Narben, – Tatoos, – Muttermal, – Warzen, – Leberflecke

Vor der Behandlung zu beachten:

  •  keine Einnahme von Alkohol
  •  keine Einnahme von Drogen
  •  keine Einnahme von Medikamenten (besonders Aspirin)
  •  am Behandlungstag bitte sehr wenig Kaffee trinken